Pizza selber machen – italienischer Pizzateig wie in Italien

Esst Ihr auch so gerne Pizza wie wir?

Wir lieben Pizza – am liebsten natürlich frisch aus dem Holzofen beim Italiener. Knuspriger Boden, ein luftiger Rand, aromatische Tomatensoße und leckerer Belag – einfach herrlich!

Das weckt natürlich den Ehrgeiz eines Hobbykochs, selbst einmal eine Pizza nach italienischem Rezept zu backen.

Einen richtigen Pizzaofen haben wir leider nicht. Aber wir wollten ausprobieren, wie nah wir mit unserem normalen Backofen an eine leckere italienische Pizza herankommen.

Was macht einen guten italienischen Pizzateig aus?

Die besten Pizzen kommen bekanntlich aus Neapel. Deshalb habe ich mich ein wenig damit beschäftigt, was einen original italienischen beziehungsweise neapolitanischen Pizzateig ausmacht.

Eine wichtige Zutat ist das richtige Mehl. Für unseren Pizzateig haben wir ein italienisches Tipo-00-Mehl verwendet. Dieses spezielle Pizzamehl eignet sich besonders gut für die Herstellung von Pizza und sorgt für einen elastischen Teig.

Ich hatte Glück und konnte das Mehl direkt in unserem Supermarkt vor Ort finden.

Italienischer Pizzateig – Zutaten

Die folgenden Mengen reichen für etwa 2 runde Pizzen:

  • 500 g italienisches Mehl Tipo 00
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 2,5 g frische Hefe
  • 15 g Salz

Schritt für Schritt zum italienischen Pizzateig

Zunächst geben wir etwas mehr als die Hälfte des Mehls – bei uns waren es etwa 350 g – in eine große Rührschüssel.

Das lauwarme Wasser geben wir in einen Messbecher. Anschließend kommen die Hefe und das Salz dazu. Alles wird gut verrührt.

Für unser Rezept haben wir normale frische Hefe verwendet. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, könnt Ihr natürlich auch eine für Pizza geeignete italienische Hefe verwenden.

Nun geben wir das Wasser-Hefe-Salz-Gemisch zum Mehl und verrühren alles zunächst mit einer Gabel zu einem Vorteig.

Die Schüssel decken wir mit einem feuchten Küchentuch ab und lassen den Vorteig etwa 30 Minuten ruhen.

Nach den 30 Minuten wiegen wir die restlichen 150 g Mehl ab.

Bevor das restliche Mehl dazukommt, kneten wir den Teig zunächst etwa 3 Minuten auf niedrigster Stufe mit den Knethaken unseres Mixers.

Anschließend geben wir das restliche Mehl nach und nach dazu und kneten weiter.

Sobald das gesamte Mehl eingearbeitet ist, lassen wir den Teig noch einmal etwa 2 Minuten auf Stufe 2 weiterkneten.

Nun teilen wir den Teig in zwei gleich große Portionen und formen daraus zwei Kugeln.

Die Teigkugeln legen wir in leicht bemehlte Schüsseln und decken sie wieder mit einem feuchten Küchentuch ab.

Jetzt braucht der Pizzateig Zeit.

Wir haben ihn noch etwa 6 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, da wir die Pizza am selben Tag zubereiten wollten. Wenn Ihr mehr Zeit habt, könnt Ihr den Teig auch deutlich länger ruhen lassen.

Gerade bei einem italienischen Pizzateig lohnt sich eine längere Gehzeit, denn dadurch kann sich das Aroma besser entwickeln.

Die richtige Tomatensoße für italienische Pizza

Neben dem Teig sind natürlich auch die Tomaten entscheidend für den Geschmack.

Für unsere Pizzasoße haben wir San-Marzano-Tomaten verwendet. Sie sind zwar nicht ganz günstig, geschmacklich haben sie uns aber absolut überzeugt.

Die Tomaten werden einfach mit einer Knoblauchzehe, etwas Salz und italienischen Kräutern mit dem Pürierstab püriert.

Die Tomaten werden einfach mit einer Knoblauchzehe, etwas Salz und italienischen Kräutern mit dem Pürierstab püriert.

Ihr könnt dafür eine fertige italienische Kräutermischung verwenden oder einfach etwas Oregano nehmen.

Wir hatten noch frischen Oregano aus dem Garten und haben diesen für unsere Tomatensoße verwendet. Dadurch wurde die Soße besonders aromatisch.

Pizza selber machen – jetzt wird belegt

Nach der Ruhezeit haben wir den Pizzateig direkt weiterverarbeitet.

Alternativ könnt Ihr den Teig auch anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Wichtig ist dann, ihn rechtzeitig vor der Zubereitung wieder aus dem Kühlschrank zu nehmen und auf Zimmertemperatur kommen zu lassen.

Den Teig haben wir auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig mit den Händen durchgeknetet und anschließend rund geformt.

Dabei sollte der Teig möglichst dünn ausgerollt beziehungsweise ausgeformt werden. Den Rand könnt Ihr etwas dicker lassen – schließlich möchten wir einen schönen, luftigen Pizzarand bekommen.

Anschließend kommt zuerst unsere selbstgemachte Tomatensoße auf den Teig.

Darauf verteilen wir klein geschnittenen Mozzarella.

Beim weiteren Belag haben wir uns für italienische Salami, italienischen Prosciutto und frische Champignons entschieden.

Frischer Basilikum darf bei einer italienischen Pizza natürlich ebenfalls nicht fehlen. Diesen geben wir allerdings erst nach dem Backen auf die fertige Pizza.

Frischer Basilikum darf bei einer italienischen Pizza natürlich ebenfalls nicht fehlen. Diesen geben wir allerdings erst nach dem Backen auf die fertige Pizza.

Pizza im Backofen backen

Da wir keinen Pizzaofen besitzen, haben wir unsere Pizza ganz klassisch im heimischen Backofen gebacken.

Der Backofen sollte vorher richtig gut vorgeheizt werden und mindestens 220 °C erreichen.

Wir haben zwei runde Pizzableche mit Löchern verwendet. Dadurch konnte die Hitze auch von unten gut an den Pizzaboden gelangen.

Nun kommt die Pizza in den heißen Ofen.

Nach einigen Minuten war sie bereits fertig und konnte direkt probiert werden.

Unser Fazit

Und wie hat die selbstgemachte Pizza geschmeckt?

Richtig lecker!

Natürlich konnte unsere Pizza aus dem normalen Backofen nicht ganz mit einer originalen Pizza aus dem Holzofen beim Italiener mithalten. Dafür waren wir mit unserem Ergebnis aus dem heimischen Backofen wirklich sehr zufrieden.

Besonders der Geschmack des Teiges und der aromatischen Tomatensoße haben uns überzeugt.

Nur der Rand hätte für unseren Geschmack noch etwas schöner und luftiger aufgehen können.

Ich vermute, dass die relativ kurze Gehzeit von sechs Stunden dafür mitverantwortlich gewesen sein könnte.

Beim nächsten Mal werden wir den Pizzateig deshalb auf jeden Fall deutlich länger ruhen lassen.

Vielleicht kommen wir damit unserer perfekten italienischen Pizza aus dem heimischen Backofen ja noch ein kleines Stück näher. 🍕

Habt Ihr schon einmal Pizza selber gemacht? Und habt Ihr einen Tipp für einen besonders luftigen Pizzarand?


🍕

Italienische Pizza

Rezept auf einen Blick

Zubereitung ca. 30 Min.
Ruhezeit mind. 6 Std.
Portionen 2 Pizzen
Backzeit ca. 8–15 Min.

Zutaten für den Pizzateig

  • 500 g italienisches Mehl Tipo 00
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 2,5 g frische Hefe
  • 15 g Salz

Für die Tomatensoße

  • 1 Dose San-Marzano-Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Salz
  • Oregano oder italienische Kräuter

Für den Belag

  • Mozzarella
  • italienische Salami
  • italienischer Prosciutto
  • frische Champignons
  • frischer Basilikum zum Garnieren

Zubereitung

  1. Teig ansetzen: 350 g Mehl mit Wasser, Hefe und Salz zu einem Vorteig verrühren und 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Teig kneten: Das restliche Mehl nach und nach hinzufügen und den Teig einige Minuten mit den Knethaken kneten.
  3. Teig ruhen lassen: In zwei Kugeln teilen, abdecken und mindestens 6 Stunden ruhen lassen.
  4. Tomatensoße: Tomaten mit Knoblauch, Salz und Oregano pürieren.
  5. Pizza formen: Den Teig vorsichtig rund und möglichst dünn formen. Den Rand etwas dicker lassen.
  6. Belegen: Tomatensoße, Mozzarella und den gewünschten Belag auf der Pizza verteilen.
  7. Backen: Im gut vorgeheizten Backofen bei mindestens 220 °C backen.
  8. Garnieren: Nach dem Backen frischen Basilikum auf der Pizza verteilen und direkt servieren.
💡 Mein Tipp: Je länger der Pizzateig ruhen darf, desto mehr Zeit hat er, Aroma zu entwickeln. Für einen besonders luftigen Rand lohnt sich daher eine längere Gehzeit.

Lust auf noch mehr italienischen Genuss?

Du liebst den Geschmack Italiens und hast Lust auf weitere mediterrane Rezeptideen? Wenn dir meine selbstgemachte Pizza wie in Neapel schmeckt, habe ich noch eine leckere Alternative für dich: einen italienischen Wrap, der italienische Aromen mit einer unkomplizierten Zubereitung verbindet. Perfekt, wenn du Lust auf etwas Herzhaftes hast, das sich wunderbar als schnelles Mittagessen oder für einen gemütlichen Abend eignet.

In meinem Rezept für den italienischen Wrap zeige ich dir, wie du dir ein Stück italienisches Lebensgefühl ganz einfach nach Hause holen kannst.

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